Ratschläge für die Ratgeber

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Kanzleramts-Chef Thomas de Maizière über professionelle Beratung für Politiker in der Zeitschrift für Politikberatung

Wiesbaden, 17. September 2009. Beraterverträge in der Politik stehen in der Kritik – und das nicht erst seit bekannt wurde, dass Ministerien vollständige Gesetzes-Initiativen von externen Fachleuten erarbeiten lassen. Schon lange besteht der Vorwurf, die Berater orientierten sich zu wenig an den Bedürfnissen der Beratenen. In der aktuellen Ausgabe der ZPB - Zeitschrift für Politikberatung aus dem Wiesbadener VS Verlag formuliert Kanzleramts-Chef Thomas de Maizière jetzt praktische Ratschläge für eine gesteigerte Wirksamkeit der professionellen Politikberatung. Denn: Politik sei ein "menschliches" Geschäft, das sich in einem fortwährenden Prozess befinde und die Geduld erfordere, auf den richtigen Moment zu warten.

Wie "gute" Politikberatung aussieht, definieren in der Regel die Berater. Thomas de Maizière dreht jetzt den Spieß um und erklärt, welchen Rat Politiker in welcher Form benötigen. Dabei gibt er zu bedenken: Der Politiker ist ein Mensch, der Mensch ist kompliziert, Politik braucht Parteien, und Politik ist vor allem eines - ein Prozess. Da die wissenschaftliche Politikberatung diese nicht-wissenschaftlichen Facetten der Politik bisher nicht ausreichend berücksichtige, könne sie den Anschluss an die politische Praxis nur bedingt finden. Aber Politiker entschieden intuitiv, gestützt auf Kreativität und Erfahrung, und seien deshalb auf das Fachwissen von Nicht-Politikern angewiesen.

Der Mensch - Politiker wie Wähler - lässt sich mehr von Psyche und Emotionen leiten als von Logik und Fakten. Für eine wirksamere Zusammenarbeit zwischen Politikern und Beratern schlägt de Maizière den Experten deshalb einen einfachen Praxistest für ihre Ideen vor: Wie reagieren ihr Sohn, ihre Schwiegermutter und der Taxifahrer, der sie gerade zum Beratungstermin bringt, auf ihren Vorschlag? Danach gelte es, die technische und rechtliche Umsetzbarkeit, die jeweilige politische Kultur, die Partei hinter dem Politiker und deren Programmatik sowie den richtigen Zeitpunkt zu beachten. Der Kanzleramts-Chef ist sich sicher: "Gute wissenschaftliche Beratung und gute Politik sollten zwar getrennte Bereiche bleiben, aber nicht in getrennten Welten leben."

Weitere Informationen zur Fachzeitschrift finden Sie unter:
www.zpb-digital.de

Die ZPB - Zeitschrift für Politikberatung bietet wissenschaftliche Fachinformationen sowie praxisrelevantes, aktuelles Handlungswissen zur Politikberatung für Entscheider aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft. Das Abonnement (Print + Online) der vierteljährlich erscheinenden Fachzeitschrift kostet 98,- Euro Der Preis für eine Anzeige 1/1 4c beträgt 1.635,- Euro.

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ZPB – Zeitschrift für Politikberatung ist eine Marke des VS Verlags | GWV Fachverlage GmbH. GWV Fachverlage ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media.











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